Signale für binäre Optionen – sinnvoll oder nicht?

Wenn es um den Kauf von kurzfristig laufenden Optionen geht, schwören viele Händler auf spezielle Signale, die sich aus der Analyse von Kursverläufen über die vergangenen Minuten oder Stunden ergeben. Gerade für binäre Optionen, bei denen der Verfallszeitpunkt im Extremfall nur 60 Sekunden in der Zukunft liegt, ist die richtige Analyse natürlich entscheidend. Um mit diesen Instrumenten zu handeln, nutzen viele Trader sogar spezielle Software für die Auswertung von Charts oder Dienstleister, die die Signale ermitteln.

Hier stellt sich jedoch die Frage, wie sinnvoll solche Dienste sind, wenn man die Entscheidung über den Kauf von binären Optionen treffen soll. Schließlich reicht es nicht allein aus, die entsprechenden Handelssignale zu ermitteln. Das ist zwar eine wichtige Grundlage, sollte aber nicht allein als Begründung für einen Kauf von Optionen herangezogen werden. Stattdessen müssen Trader auch die Verfassung des gesamten Marktes im Auge behalten und auf dieser Basis Prognosen erstellen. Erst mit solchen Modellen kann man binäre Optionen handeln und zuversichtlich sein, eine möglichst hohe Rendite zu erzielen.

Besonders wichtig: Widerstand und Unterstützung

Wenn es um die Frage geht, welche Rolle binäre Signale spielen können, kommt man an den sogenannten Widerstands- und Unterstützungslinien kaum vorbei. Das liegt an der Struktur von binären Optionen und ihrem Bezug zu einem bestimmten Basiswert. Setzt der Händler zum Beispiel auf Call und somit darauf, dass der Kurs des Basiswerts zum Verfallszeitpunk höher als zum Kaufzeitpunkt liegen wird, sollte er darauf warten, dass der Kurs in die Nähe einer Unterstützungslinie fällt. Bei Put ist im Gegensatz dazu natürlich der Anstieg des Kurses bis kurz vor eine Widerstandslinie interessant.

Der Grund für diese Strategie ist einfach: Kurse verlaufen nur relativ selten durch solche Linien, deshalb setzen Investoren darauf, dass ein solcher Ausbruch nicht geschieht. Natürlich gibt es dafür keine Garantie, über einen langen Zeitraum kann sich dieser Ansatz für den Handel durchaus bewähren.

Es gibt jedoch durchaus Schwierigkeiten, wenn es um die Definition der Signale geht. Zwar gibt es klare Regeln dafür, wie Widerstands- und Unterstützungslinien definiert werden, beim Handeln im Marktumfeld ergeben sich jedoch laufend Verschiebungen, sodass die Nutzung einer entsprechenden Software fast schon unverzichtbar ist.

Trendlinie als Alternative

Eine andere Variante für binäre Optionen ist die sogenannte Trendlinie. Dabei suchen Trader nach solchen Werten, deren Kurs aktuell in der Nähe der unteren Aufwärts- oder oberen Abwärtstrendlinie zu finden ist. Ebenso wie bei Widerstand und Unterstützung ist auch der Bruch dieser Trendlinie relativ unwahrscheinlich, sodass es sich lohnen kann, diese Strategie zu nutzen.

Allerdings sollte ein Blick auf die Trendlinie allein niemals der ausschlaggebende Faktor für den Kauf von binären Optionen sein. Andere Aspekte sollten ebenfalls beachtet werden, vor allem das Handelsvolumen ist keine ganz unwichtige Größe. Abgesehen von den Forex-Märkten lässt sich diese Statistik in der Regel sehr einfach ermitteln. Als Grundsatz gilt dabei, dass das Volumen einen Trend bestätigen sollte.

Antizyklischer Handel ist gefährlich

Egal, bei welchem Broker man selbst im Handel aktiv ist – die richtige Strategie ist für binäre Optionen unerlässlich. Ohne eine solche Grundlage für seine Entscheidungen beruht das Trading in erster Linie auf den zuvor gemachten Erfahrungen und auf Glück. Das kann durchaus erfolgreich sein, in der Regel ist es das jedoch nicht. Aus diesem Grund bieten alle großen Broker, zum Beispiel 24Option oder Banc de Binary, aber auch die anderen wichtigen Namen der Szene, in ihren Handelsplattformen umfangreiche Möglichkeiten zur Analyse.

Wer sich nicht allein auf die Möglichkeiten bei seinem Broker verlassen will, kann auch auf der Grundlage von Daten aus anderen Quellen handeln. Das Internet ermöglicht es jedem Trader, eine kaum überschaubare Vielzahl von Dienstleistern zu nutzen, die Nutzern zum Teil bereits im kostenlosen Bereich ein riesiges Angebot an Analysewerkzeugen zur Verfügung stellen.

Wer sich voll und ganz auf binäre Signale verlassen möchte, sollte sich natürlich mit den entsprechenden Techniken zur Chartanalyse vertraut machen. Grundsätzlich ist es jedoch durchaus erfolgversprechend, auf einer solchen Basis zu handeln. Da es sich bei binären Optionen um sehr kurzfristig orientierte Instrumente handelt, wäre es wenig sinnvoll, gegen den allgemeinen Trend am Markt zu wetten. Eine derartige Strategie ist eher bei Derivaten mit einer längeren Laufzeit zu empfehlen, bei denen man mit dem richtigen Instinkt so viel Geld verdienen kann.

Für sehr kurzfristige Entwicklungen des Marktes lässt sich die Bedeutung mathematischer Modelle kaum bestreiten. Wer antizyklische Käufe vornimmt, geht deshalb das Risiko ein, dass sich ein bestimmter Trend fortsetzt, sodass das eingesetzte Kapital verloren ist.