Sind Forex Trading und Broker Betrug?

Betrug ist so ein Wort, das man sehr schnell in den Mund nimmt, es aber eigentlich gar nicht darf. Denn nur wer vor Gericht verurteilt wurde darf auch Betrüger genannt werden. Bis dahin muss man sich für solche Gestalten andere Begriffe einfallen lassen, aber nur die wenigsten geben sich auch die Mühe dazu. Trotzdem sprechen wir immer wieder von Betrug obwohl wir es nicht dürfen. Aber ich denke das wichtigste ist, dass jeder weiß was gemeint ist und das ist hier ja unmissverständlich der Fall.

Jedenfalls wird in Zusammenhang mit Forex Trading und Broker häufig von Betrug gesprochen und es gibt verschiedene Vorwürfe, die dabei im Raum stehen. Nicht alle davon ergeben überhaupt einen Sinn oder haben eine gewisse Grundlage.

Hier muss man zunächst einmal folgendes verstehen und das ist denke ich sehr wichtig wenn man sich auf die Suche nach der Antwort macht: Für viele ist Forex ein ganz neues Thema und viele Trader zahlen schnell Geld ein um zu handeln zu beginnen obwohl sie noch nicht richtig vorbereitet sind. Eventuell schauen Sie sich ein Demokonto an und spielen damit ein bisschen, aber das reicht ihnen meist schon aus um voller Selbstbewusstsein in den Handel zu starten. Wenn es dann doch nicht so läuft wie gedacht und wie man sich schon in seinen Träumen ausgemalt hat, dann muss man natürlich einen Schuldigen finden und das ist man meistens nicht selbst sondern der Anbieter, der die Software zur Verfügung stellt mit der gehandelt werden kann.

Und hier gibt es natürlich verschiedene Ansatzpunkte wie man auf Betrug kommen kann. Am häufigsten ist dabei die Manipulation der Trades zu nennen. Also wenn Sie eine long Position eingehen und der Forex Broker dann plötzlich die Kurse nach unten manipuliert.

Das „Problem“ an dieser Anschuldigung ist – wenngleich sie natürlich sehr einfach wäre – dass es sehr sehr leicht nachzuprüfen wäre und der Forexbroker damit seine Lizenz verliert. Man müsste dabei nur die realen Kurse mit den vorgegebenen abgleichen und bestimmte Muster nachweisen. Nicht, dass der Handel um ein paar Sekunden verzögert sein kann, das ist normal, sondern dass der Kurs niedriger dargestellt wird wenn man long geht und umgekehrt. Auch wenn es sehr viele Forexbroker gibt, ist bisher bei keinem ein solches Verhalten nachgewiesen worden, zumindest nicht bei Brokern, die auch eine Lizenz verfügen. Bei anderen sollte man sowieso kein Forex Trading betreiben.

Andere Vorwürfe sind noch plumper und noch einfacher nachzuweisen. Der Forex Broker behält das Kapital seiner Kunden ein und bezahlt es auch dann nicht aus wenn Anspruch darauf besteht. Das ist wiederum nur ein Thema, das für kleine und unlizenzierte Forex-Broker gilt. Und ja, so etwas gibt es. Man kann dem Forex Trader zum Beispiel vorwerfen, dass er Scalping betrieben hat obwohl es nicht erlaubt ist und daraufhin alles einbehalten. Das ist natürlich nicht korrekt, vor allem wenn man wirklich kein Scalping betrieben hat (was beim Devisenhandel ohnehin nur selten erlaubt ist). So kann man sich natürlich auch eine goldene Nase verdienen, aber so schlimm sich das auch anhört, genauso selten kommt es vor und das wirklich nur bei den kleinen Forex Brokern, die ohnehin nicht als seriös einzustufen sind.

Das Fazit also ist denkbar einfach: Handeln Sie nur bei einem Broker, dem Sie vertrauen können und der groß genug ist. Nur so können Sie sicher stellen, dass Sie Ihre Gewinne auch auszahlen können und Ihre Verluste rechtmäßig sind. Werden Sie nicht einer von den Kunden, die schlechte Erfahrungen mit dem Devisenhandel machen und dann gleich von Betrug sprechen. 99% derjenigen, die Vorwürfe machen sind als Anfänger einzustufen und wissen gar nicht wovon sie reden, geschweige denn haben sie die nötige Erfahrung beim Forex Trading um Betrug ausfindig zu machen.